Der Hobbit: Smaugs Einöde

Herzlich Willkommen zum 2. Teil: „Der Hobbit: Smaugs Einöde„. Über den ersten Teil der erfolgreichen Filmtrilogie haben wir an dieser Stelle berichtet.

Nach der langen beschwerlichen Reise quer durch Mittelerde rückt der Berg Erebor, ehemalige Heimat der Zwerge und zum Bersten gefüllt mit Gold, in greifbare Nähe. Damit ist aber noch lange nichts gewonnen. Der weiße Ork Azog und seine Meute machen immer noch Jagd auf die Helden, bestehend aus Thorin Eichenschild, 12 weiteren treuen Zwergen, Zauberer Gandalf und Hobbit Bilbo Beutlin. Ausgerechnet als der gefährliche Weg durch den Düsterwald bevorsteht verlässt Gandalf die Gemeinschaft, um sich anderen dringenden Angelegenheiten zu widmen.

Herausforderungen im Düsterwald

Der Düsterwald scheint von einer seltsamen Krankheit befallen – was sich vor allem an den gigantischen hungrigen Spinnen erkennen lässt, die über die Truppe herfallen. Nur Bilbo schafft es mit Hilfe des Zauberrings, der unsichtbar macht, zu entkommen und zu zeigen, dass er mittlerweile sehr gut mit dem Schwert umgehen kann. Doch kaum sind die Krabbeltiere überstanden, werden Thorin und Co.  von den Düsterwald-Elben gefangen genommen.

Elbenkönig Thranduil, der von Zwergen wenig hält und schon mit Thorins verstorbenem Großvater Thror bezüglich des Erebor Schatzes im Clinch lag, kommt mit dem aktuellen Zwergenführer kaum besser zurecht. Nach einem kurzen Meinungsaustausch landen die Zwerge hinter Gittern. Wenigstens Kili kann der Gefangenschaft etwas Positives abgewinnen, als er dabei Elbin Tauriel näher kommt, was besonders Legolas, Thranduils Sohn, ein Dorn im Auge ist.

Dank an Bilbo für seine pfiffigen Ideen

Bilbo demonstriert ein weiteres Mal kluge Ideen und kann den Zwergen per Fass-Fahrt im Fluss zur Flucht verhelfen – mit dem Ergebnis, dass sie sowohl den Elbenkriegern als auch den Orks in die Arme laufen. Zwar überleben sie dieses Aufeinander treffen, doch Kili wird von einem vergifteten Pfeil verwundet.

Schließlich landet die Gruppe in der Seestadt, wo sich Fischer Bard überreden lässt ihnen zu helfen. Schnell wird klar, dass ein äußerst korrupter Bürgermeister das Städtchen regiert und der aufrichtige Bard unter Beobachtung steht, was noch mehr Probleme schafft.

Gandalf überprüft derweil ein Gerücht, demnach sich der alte mächtige Feind Sauron von damals wieder erheben könnte. Tauriel beschließt den Zwergen zu folgen und Kili vor dem nahenden Tod zu retten, woraufhin sich Legolas ihr notgedrungen anschließt.

Thorins Plan

Thorins Plan scheint trotz aller Widerstände kurz vor dem Erfolg zu stehen, denn nur eines trennt ihn und den Hobbit noch vom Erebor: Smaugs Einöde. Früher auch bekannt als die Stadt Thal, zumindest bis der Drache diese während seines Angriffs auf den Berg niederbrannte.

Als Bard klar wird, was die Zwerge wirklich vorhaben, versucht er sie aufzuhalten. Denn die feuerspeiende Echse zu wecken könnte nicht nur für Thorin & Co. böse enden – Smaugs Einöde ist ja das beste Beispiel dafür. Doch Thorin hält eisern an seinem Vorhaben fest. Überhaupt scheint der Zwergenprinz immer besessener von dem Gedanken und seine Prioritäten nehmen ebenfalls beunruhigende Züge an.

So muss Bilbo sich nun darauf vorbereiten bald in das Reich von Smaug einzudringen und das Königsjuwel, den Arkenstein, zu stehlen. Mit diesem würde Thorin dann auch die restlichen Zwergenvölker überzeugen können ihm bei der Rückeroberung des Erebors beizustehen. Bis dahin muss sich dieser sehr kleine Hobbit also ganz alleine gegen den gigantischen Drachen stellen …

Reaktionen auf Der Hobbit: Smaugs Einöde

Weltweit spielte Der Hobbit: Smaugs Einöde 960.366.855$ ein und zählt damit zu den 26 erfolgreichsten Filmen überhaupt.

Die Reviews fielen größtenteils positiv aus und so gut wie jeder war von Smaug dem Drachen begeistert. Weniger gut kam die erfundene Liebesgeschichte an. Da das Hobbit Buch immerhin in drei Filme umgesetzt wurde um existierende Figuren und Geschichten auszubauen, hätten sich viele Fans einen Fokus auf genau das gewünscht anstatt komplett neue Figuren ins Spiel zu bringen.

Einen großen Erfolg konnte auch das Lied „I see Fire“ von Ed Sheeran verzeichnen, das für den Abspann von Der Hobbit: Smaugs Einöde geschrieben wurde. Zwischen 2013 und 2014 war der Song einer der am häufigsten gestreamten und er hielt sich in insgesamt 19 Ländern ganze 727 Wochen in den Charts.

Smaugs Einöde und Benedict Cumberbatch

Gollum war damals der heimliche Star in Der Herr der Ringe. Modernste Motion Capture Technologie und ein Schauspieler (Andy Serkis), der aus der Figur mehr als nur einen CGI-animierten Charakter machen wollte, ließen Gollum zu einem Erfolg werden. So sollte Drache Samug in Der Hobbit: Smaugs Einöde nicht weniger Sorgfalt und Mühe in seiner Erschaffung erhalten.

Benedict Cumberbatch – der mit Bilbo-Darsteller Martin Freeman in der Serie „Sherlock Holmes“ ohnehin als Dreamteam gilt – stellte Smaug weit mehr als nur seine Stimme zur Verfügung. Um sich richtig in die Rolle hineinversetzen zu können, schlängelte der hochkarätige Schauspieler auf allen Vieren über den Boden und legte sich so ins Zeug um in die Figur zu schlüpfen, sodass letztendlich sogar seine Bewegungen für die Kreation von Smaug verwendet werden konnten.

Neue Figuren in Der Hobbit: Smaugs Einöde

Zwar tritt Bard später auch im Buch auf, doch im zweiten Film hat er bereits eine Hauptrolle weg. Seine Arbeit, seine Familie und vor allen Dingen seine Persönlichkeit wurden liebevoll ausgebaut. Der Bürgermeister von Seestadt zeigt sich als neuer Antagonist, zusammen mit seiner rechten Hand, dem fiesen Alfrid, der nicht in den Büchern vorkommt.

Sorgen bereitete Fans schon früh die Ankündigung von Elbin Tauriel. Der Hobbit: Smaugs Einöde konnte zwar durchaus eine weibliche Note vertragen, den meisten war die Darstellung der talentierten schönen Elbin jedoch zu übertrieben. Vor allem, da sie sowohl das Herz von Legolas als auch das von Kili erobert.

In Der Herr der Ringe bahnt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Zwerg Gimli und Elb Legolas an, deren Völker in der Regel nicht mit einander zurechtkommen. Das die beiden letztendlich über ihre Differenzen hinwegsehen und Kameraden werden war ein wichtiger Teil in der Geschichte. Setzt man nun aber eine schnelle Liebesgeschichte zwischen Elbin und Zwerg davor, raubt das der Sache an Bedeutung.

Beinahe der falsche Titel

Wie die einzelnen Hobbit Filme lauten würden wurde damals nach und nach bekannt gegeben. Die erste Übersetzung für „The Desolation of Smaug“ sorgte kurz für Schrecken unter allen Freunden der Grammatik. „Die Einöde von Smaug“ sollte der Film in Deutschland heißen, was natürlich falsch wäre, da Smaug kein Ort sondern eine Figur ist (höchstens also „Die Einöde des Smaugs“). Nachdem sich das Internet ein paar Tage lang darüber amüsiert hatte, wurde eine Korrektur vorgenommen und der Film offiziell „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ genannt.