Der Hobbit: Eine unerwartete Reise

Willkommen zum ersten Teil der beliebten Film-Trilogie: „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise„!

„Wir wollen hier keine Abenteuer, vielen Dank auch!“ Damit glaubt Hobbit Bilbo Beutlin seinen Standpunkt klar gemacht zu haben gegenüber diesem Zauberer Gandalf, der plötzlich vor seinem gemütlichen Hobbit-Haus steht und ihm eine unerwartete Reise vorschlägt. Hobbits bleiben am liebsten unter sich und pflegen einen ruhigen angenehmen Lebensstil.

Der weise Zauberer hat aber seine Gründe ausgerechnet Bilbo zum 14. Mann einer gewagten Unternehmung zu erklären.  So lässt er sich auch nicht davon abhalten am nächsten Abend 13 Zwerge in das Haus des armen Herrn Beutlins zu schicken, wo dieser unfreiwillig mit in die Details jenes Abenteuers eingeweiht wird.

Der Plan Thorins

Der ernste und vom Leben gezeichnete Zwergenprinz Thorin will das Reich seines Großvaters zurückerobern, das aus dem bewohnbaren Berg Erebor und einem gigantischen Goldschatz besteht. Vor Jahrzehnten fiel der goldgierige Drache Smaug über den Berg her, vertrieb die überlebenden Zwerge und ruht seitdem auf dem Schatz.

Laut ein paar Omen ist nun die Zeit gekommen sich das Zuhause zurückzuholen. Leider haben sich nur 12 weitere Zwerge gefunden, die Thorin dabei treu zur Seite stehen wollen. Und natürlich Gandalf, der Bilbo kurzerhand zum Meisterdieb erklärt, da der kleine leise Hobbit unbemerkt in den Berg eindringen könnte – sehr zu dessen Entsetzen.

Wider besseres Wissen kann Bilbo der Abenteuerlust letztendlich doch nicht widerstehen. So beginnt für den Hobbit eine unerwartete Reise, die ihn für immer verändern wird.

Bilbo und Thorin

Der verschlossene Thorin ist mit der Entscheidung nicht vollkommen einverstanden und tatsächlich kommt die Truppe mehrmals in Situationen, die Bilbo seinen Entschluss bereuen lassen. Allerdings bietet sich dabei auch hin und wieder die Gelegenheit für ihn über sich selbst hinauszuwachsen.

Thorins Plan bleibt derweil nicht unbemerkt. Während weise Anführer wie Elbenfürst Elrond oder Zauberer Saruman Gandalfs Unterstützung bei diesem Vorhaben kritisieren, ruft die Reise auch eine Meute Orks auf den Plan. Als wären die Gefahren, die unterwegs lauern, nicht schon schlimm genug.

Bilbo muss nicht nur lernen mit einem (kleinen) Schwert umzugehen, sondern sich auch auf seinen Verstand und Ideen verlassen. Vor allem, als er plötzlich dem gefährlichen Geschöpf Gollum gegenübersteht, in dessen Höhle er außerdem einen seltsamen Goldring findet. „Und das war ein Wendepunkt in seinem Leben“, wie es im Buch an dieser Stelle so schön heißt. Die meisten Zuschauer von Der Hobbit: Eine unerwartete Reise wissen hier natürlich schon längst warum …

Schauspieler

Das Ian Holm, der den älteren Bilbo der Herr der Ringe ganz ausgezeichnet verkörpert, die Rolle der jüngeren Version in Der Hobbit: Eine unerwartete Reise nicht noch einmal aufnehmen würde, stand schon früh fest. Immerhin zählte der Schauspieler mittlerweile fast 80 Jahre.

Darum ist es nun Martin „Watson“ Freeman, der den Hobbit spielt. Trotzdem sind genügend alte Bekannte für den Film zurückgekehrt, allen voran Sir Ian McCKellen als Gandalf, Hugo Weaving (Elrond), Christopher Lee (Saruman) und sogar Elijah Wood hat einen kurzen Auftritt als Frodo  in einer Zukunftsszene.

Musik, bitte!

In Tolkiens Geschichten findet man stets zahlreiche Gedichte und Lieder. In Der Herr der Ringe war davon so gut wie nichts zu sehen bzw. zu hören. Aber schon der erste Trailer zu Der Hobbit Eine unerwartete Reise hat das Zwergenlied in Bilbos Haus gezeigt, in dem es um das kommende Abenteuer geht. Die Lieder sind kurz gehalten und gut platziert, ohne dass man sich wie in einer Disney-Geschichte vorkommt.

Denn gerade dieser Song ist es, der in Herrn Beutlin schließlich die Lust auf eine neue aufregende Welt erweckt. „Tut, was Bilbo Beutlin hasst“ ist ebenfalls dabei und untermalt die fröhliche gelassene Art der Zwerge während der kleine Hobbit sich ständig sorgt. In der Extended Edition des Films gibt es auch noch eine kurze Showeinlage von Zwerg Bofur beim Besuch bei den Elben und das Lied des Orkkönigs.

Gemischte Gefühle für den Zwergenführer

Bei Der Hobbit Eine unerwartete Reise ist der Name Programm. Die Charaktere erleben ihre ersten Abenteuer, ein Großteil der Geschichte konzentriert sich aber darauf die wichtigsten Figuren dem Zuschauer näher zu bringen und zu zeigen, dass für Bilbo die ganze Sache nicht nur unerwartet ist, sondern er hin und wieder auch bereut überhaupt mitgekommen zu sein, da es sich schnell fehl am Platze fühlt. Thorin macht aus seinen Zweifeln am kleinen Hobbit keinen Hehl.

Genau wie Bilbo tritt der Zuschauer dem Zwergenführer mit gemischten Gefühlen entgegen: Einerseits hat er wohl irgendwo recht, andererseits macht ihn das nicht zu sympathisch, obgleich man Verständnis bei seiner harten Vergangenheit hat. Die Konflikte finden also nicht nur mit den Bösewichten in Der Hobbit: Eine unerwartete Reise statt, sondern auch innerhalb der Heldengruppe. Entwicklung und Aufbau stehen hier mehr im Rampenlicht als Action.

Die Gegner in Der Hobbit: Eine unerwartete Reise

Der eigentliche Antagonist in Der Hobbit ist Drache Smaug, denn wegen ihm muss die Reise zum Berg ja überhaupt stattfinden. Von Smaug bekommt der Zuschauer im ersten Film aber nur ganz flüchtige Bilder zu sehen, denn diese Überraschung hat man sich für den zweiten aufgehoben.

Darum hat Peter Jackson Thorins Truppe einen weiteren Gegenspieler gegeben: Der weiße Ork Azog, der im Buch nur nebenbei erwähnt wird. Dieser macht mit seiner Meute Jagd auf die Gruppe um Thorin davon abzuhalten den Berg zu erreichen. Da die Filme auch eine Brücke zu Der Herr der Ringe darstellen sollen, spielt der dunkle Herrscher Sauron ebenfalls eine kleine Rolle, zumindest in Geisterform.

Reaktionen auf Der Hobbit: Eine unerwartete Reise

Fans der Bücher und der Herr der Ringe Filme warteten jahrelang sehnsüchtig auf die Verfilmung des Hobbits. Die Premiere von Eine unerwartete Reise konnte man sogar im Livestream verfolgen. Viele Zuschauer freuten sich über die Entscheidung die Geschichte in drei Filme aufzuteilen – so hat man immerhin länger was vom Spaß und der Vorfreude.

Andere hatten Sorge, dass das kleine Abenteuerbuch dadurch zum effektüberladenen Spektakel ohne Charme werden würde.  Letztendlich störten sich einige auch an der großzügigen Verwendung von CGI und Green Screens. In Der Herr der Ringe wurde viel öfters auf echte Hintergründe und Masken zurückgegriffen. Die Kritiken waren am Ende aber überwiegend positiv.

Einspielergebnisse

Weltweit spielte Der Hobbit Eine unerwartete Reise ganze 1.021 Milliarden US-Dollar ein. Damit zählt er zu den 18 erfolgreichsten Filmen überhaupt und hat es als einer von insgesamt 15 Filmen geschafft die Milliarden-Marke zu knacken.

Willst du wissen, wie die Geschichte des Hobbits in Teil 2 weitergeht? Dann bitte hier entlang!